HOME ROUTE DIARY FOTOS
 
 
 
 
 
ROUTE DIARY FOTOS MOTORCYCLES EQUIPMENT ABOUT US
 
 
 
 
 

Motorrad Umbau beendet!

Written in
02/27/2003 by phil

Ich war nervöser als am Tag, an dem wir die Maschinen zum ersten mal von unserem Händler Urban Jussel in Mönchaltorf (CH) abholten. Der erste Augenschein, überwältigend! Die riesigen Tanks und die silber glänzenden Gepäckkisten strahlen nun unmissverständlich den Hauch von Abenteuer aus, von welchem wir immer nur geträumt haben. Das Team von Müller-Jussel AG hat tolle Arbeit geleistet und wir sind bereit zur ersten Probefahrt. Meine Gemütsregungen erinnerten mich an die ersten Rendez-vous als Teenager - erhöhter Puls, feuchte Hände, Unbeholfenheit. Das Verhältnis zu meinem Motorrad hat sich auch auf einen Schlag verändert. Es ist nicht nur mehr das Gerät, mit welchem ich ein wenig in der Schweiz und Umgebung herum kurve, nein, dieses Motorrad soll mich um die Welt begleiten, ich werde für die Fortbewegung teilweise komplett darauf angewiesen und damit abhängig davon sein. Da ist man schon mal nett.


Doch was haben wir am beseelten Stück (dass keine Missverständnisse entstehen, ich vergebe dem Motorrad keinen Namen) verändern lassen: Das Auffälligste sind die grossen Tanks an den Seiten. Zwei mal elf Liter Fassungsvermögen, ergibt mit den 17 Litern Originaltank eine Reichweite von ca. 700 Km auch auf unbefestigten Strassen. Die Zusatztanks, geliefert von Touratech, sind mit dem Haupttank, welcher sich unter dem Sitz befindet verbunden, so dass Benzinpumpe etc. nicht ersetzt werden müssen. Dafür benötigt man eine neue Sitzbank, welche jedoch von Touratech gleich mit geliefert wird. Ebenfalls augenscheinig die zwei mal 35 Liter Aluboxen, ebenfalls vom Zubehörlieferant Touratech. Die ganze Installation macht einen sehr stabilen praktischen Eindruck. Sollte der praxistaugliche Schein trügen, werden wir das berichten.


Die weiteren Modifikationen sind etwas verborgener. Damit die Last der gefüllten Zusatztanks die ohnehin (zu) weiche Federung der Gabel nicht überlastet, liessen wir härtere Federn einlegen. Das Kamelschaukeln beim Bremsen hat nun, mindestens bei leeren Zusatztanks, ein Ende. Des weiteren wurden Bodenplatten gegen den Steinschlag und endurotaugliche Fussrasten angebracht, sowie das Heck, original aus Plastik, mit Metallteilen verstärkt. Zudem wurden meiner Dakar ein Hauptständer montiert, welcher sonst nur bei der "normalen" GS zur Grundausstattung gehört. Das nimmt zwar Bodenfreiheit, doch erleichtert es mir die Wartung unterwegs (Kettenpflege, Pneuwechsel, ...).


Die erste Fahrt hatte es in sich. Mit montierten Boxen ist nur schon das Aufsteigen eine Übung. Sitzt man endlich auf dem Bock, so macht sich der breite Sattel bemerkbar, der zwar angenehm hart ist, doch im Stand erzwingt er dadurch auch ein breitbeinigeres abstehen. Alles kein Problem, wenn man gross gewachsen ist, Leute mit kurzen Beinen ahnen es. So ist es auch geschehen. Die Strasse auf die Seite abfallend, auf welche man abstützen soll, man bemerkt es zu spät und zum Glück gibt es Sattler, welche die Ursache gekonnt, wenn auch in falscher Farbe, beseitigen.


Noch haben wir die Tanks nicht voll gefüllt, zuerst möchten wir uns an das neue Fahrgefühl gewöhnen, bedingt durch die Tankverbreiterungen. Doch ich freue mich darauf, mit dem Helm an die Kasse der Tankstelle zu gehen und über 70 Liter Benzin zu bezahlen...


---
Written on the day of trip I - America/Africa
0 Km on the road


Route in