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8 Räder, 3 Fahrzeuge, 2 Fahrer

Written in
04/11/2003 by phil

Knapp eine Woche bevor wir selbst ein Flugzeug besteigen, müssen wir bei der Spedition unsere Motorräder zum Transport nach New York abgeben. Die Spedition Hellmann hat Ableger in Frankfurt und München, wir haben uns für Frankfurt entschieden, da für uns angenehmer zu erreichen. Eigentlich war geplant, dass wir die 400 Km dorthin auf den Motorrädern selbst zurück legen. Dieser Meinung waren wir auch noch, während dem ganzen, aussergewöhnlich warmen und sonnigen März 03, bis sich der Winter ausgerechnet in dieser Woche nochmals schonungslos zurückmeldete. Temperaturen in der Nacht weit unter dem Gefrierpunkt, tagsüber um die 2 Grad, dazu ein beissender Wind, Schnee auf den Wiesen wie er bei uns im Flachland schon selten geworden ist...


Kurzfristig haben wir uns deshalb entschieden einen Transportbus zu mieten, da wir uns auf keinen Fall einen Unfall auf Glatter Piste oder eine starke Erkältung einfahren wollten. Jasmin hat das Organisieren von Kleinbussen im Griff und so hatten wir wenige Stunden später einen auf dem Parkplatz stehen.


Die Moppeds waren jedoch schon für die Fahrt nach Deutschland bereit und so mussten wir erst Benzin ablassen: die Tanks dürfen aus Sicherheitsgründen für den Lufttransport nicht mehr als zu einem Viertel gefüllt sein. Auf dem Bild Jasmin und meine Mutter beim abzapfen, im Hintergrund der Transporter.


Mit den durch drei Zurrgurten fest verankerten Rädern ging es am folgenden Morgen über Schaffhausen nach Deutschland ins hessische Franfurt, genauer nach Keltersbach, ein Kaff neben dem Flughafen gelegen. Dabei keine besonderen Vorkommnisse zu vermerken, wir typischerweise auf der linken Spur, was so ein Bus halt her gibt.


Bei Hellmann angekommen funktionierte fast alles auf Anhieb. Da die speziellen Töff-Paletten nicht zu uns gekommen sind, fuhren wir zusammen mit einem Angestellten zu einem anderen Lager innerhalb Keltersbach, in welchem die beiden Metallvorrichtungen bereit standen.


Kaum waren die Maschinen aus dem Bus entladen, bildete sich ein grosser Kreis aller Lagerarbeiter um uns. Beim befestigen auf den Paletten haben uns einige von ihnen tatkräftig geholfen. Auf dem Bild ist der Scheff, der uns sogar die Kiste mit Ersatzteilen eingetaped hatte, als hätte diese einen Bruch, und der uns eifrig Tips gegeben hat.


Die Batterien müssen abgehängt werden, Benzin zu drei Viertel raus. Um Platz und damit viel Geld zu sparen, haben wir die Windschilder demontiert (bezahlt wird das Volumen, nicht das Gewicht. Siehe auch Motorrad Seite.). Dafür lohnt es sich sperrige, schwere oder voluminöse Ware mit auf zu spannen, da diese dann nicht mit auf den Personentransport müssen. Wir haben Zelt, Schlafsäcke und eine Kiste mit Werkzeug und Ersatzteilen an den Motorrädern angebracht.


Zu guter Letzt wird dem Bike ein Etikett umgehängt, einen Strichcode mit Destination, Carrier und Gefahrgutaufkleber. Von vorne sieht die GS ohne Windschild aus wie eine Kuh ohne Hörner. Die Ladung geht über Paris nach New York und wird von Air France befördert.


Was kann man da noch gross sagen: Job weg, Wohnung weg und jetzt auch noch die Motorräder weg - es ist Zeit zu gehen!


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Written on the day of trip I - America/Africa
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