Written in USA
04/24/2003 by phil
Obwohl die USA ebenfalls zu den westlichen, christlich abendlaendischen, uns verwandten
Laendern zaehlt, so empfinde ich ihre Kultur als sehr unterschiedlich und kann
meine Muehe damit nicht verbergen. Beispiele:
-New York ist nur toll, wenn man sieht, was man sehen moechte und vor dem
ebenso herausragendem Elend und der Armut die Augen schliesst.
-Service Qualitaet haelt genau so lange, bis die Unterschrift auf der Quittung
sitzt.
-Das erste, was die meisten Leute wissen moechten (Standart Bsp. fuer 90% der
Kommunikation welche nicht von uns ausgeht):
Er: hmschmmmmmuzou?
Ich: what?
Er: Cost, how muuch (ermeint die Motorraeder)
ICH: 7000.-
Er: hmschmmmmmuzou?
Ich: what?
Er: whats the range? (er meint das Motorrad)
Ich: 500 miles
Er:hmschmmmmmuzou?
Ich: what?
Er: where d'ya from?
Ich: Switzerland
Er: What?
Ich: Europe
Er: Aha
-Die Werbung ist wie ein Spiegel fuer die Gesellschaft hier: Medikamente,
Autos und Kredite decken ca. 80% ab!
Mir ist dieses Zwiespaeltige unangenehm und scheint mir nicht erstrebenswert.
Doch vieles ist nicht schlecht, nur weil es anders ist. Ich lerne jeden Tag
dazu, zwangsweise. Das kann manchmal, wenn man muede oder hungrig ist, muehsam
sein. Schlussendlich sind es aber ja diese Momente, welche das Reisen ausmachen.
Ich korrigiere: Waehrend der monatelangen Vorbereitungen habe ich mich in etwas
hineingesteigert. Am Ende hatte ich das Gefuehl, wer nicht mit dem Motorrad auf
Tour geht ist ein Weichling. Es ist streng, mit den Bikes unterwegs zu sein.
Das haerteste aber ist, die fremde Kultur und deren Regeln kennen zu lernen.
Respekt vor allen, die sich von zu Hause entfernen, auf welche Art auch immer.
Gesundheit: Alles vom Feinsten. Denen, welche um mein Hinterteil besorgt sind
sei gesagt: er sieht genau so aus wie immer und fuehlt sich toll an.
Wind und Wetter: Mit der Kaelte kaempfe ich am meisten. Wenn man sich den
ganzen Tag nicht mehr richtig aufwaermen kann, wie in den ersten Tagen
geschehen, so beginnen bei mir Zweifel an der Reise und an mir.
Motorrad: Tachostand ca 4800 km (24.4.03), keine speziellen Vorkommnisse.
Teuerstes Benzin ca. 1$80/Gallone, billigstes ca. 1$37/Gallone (1 Gallone = 3.78
Liter)
Landschaft: Hauptziel in den USA sind die Nationalparks im Westen, deshalb bis
jetzt mehrheitlich Interstates und Highways. Diese sind wie aus dem Bilderbuch
(von irgendwo sind ja die Bilder). Nur zum Trinken und Tanken vom Gas, ansosten
endlose Weiten.
Menschen: Zwischendurch nur noch Weisse, gegen Memphis wieder zunehmend
Schwarze, selten jedoch durchmischt (eine Gruppe weiss, eine Gruppe Schwarz).
Akzent stark zunehmend, nur noch schwer verstaendlich- gegenseitig.
Allgemein sehen die Menschen auf dem Land viel gesuender aus als die in der
Stadt.
Tips und Tricks:
-Home delivery in Hotels ueblich => abholen selber am Lieferanteneingang
-Einiges Motorradzubehoer (Kettenspray, Oel, Kerzen etc.) bei "Advanced Auto
Shop"
-Heimwerkerladen (Werkzeug etc.): Home Depot; Nur Autos: Pep Boys
-Internetzugang in den Bibliotheken (Library); meist gratis dafuer mit
Zeitlimite 1h oder weniger
-Campig Gas nur bei sog. "Outdoor Outfitters" (Sportgeschaefte)
-Tee (Schwarztee): Hot Tea (Heiss Wasser bei den Tankstellen bei den
Kaffemaschinen), Eistee: unsweet tea, praktisch ueberall erhaeltlich
-Beim Tanken: Hebel (nozzle) bei der Zapfsaeule hochklappen!
-In Grossstadt (NY): Food in Pharmacies
-In mittleren Staedten: e-net Zugang in Copy-Shops (Kinko); teuer